Windspiele

Es ist der „dreckigste“ Wettbewerb, den der LSV Brüggen-Schwalmtal e.V. jedes Jahr veranstaltet: Der Freiflugwettbewerb in den Modellflugklassen F1A, F1B und F1H. Da beim Freiflug die Modelle keine Fernsteuerung eingebaut haben, werden die weniger als 200 Gramm leichten Modelle nach dem Start vom Wind irgendwohin abgetrieben. Da kommt es schon einmal vor, dass ein Modell mehrere Kilometer abgetrieben wird und irgendwo im Acker landet.

Beim Wettbewerb im Frühjahr wurde ein Modell vom Wind abgetrieben und nicht mehr wiedergefunden. Eines Tages erhielt der Pilot einen Anruf aus Plasmolen in den Niederlanden. Sein Modell ist rund 55 KM vom Startpunkt in der Happelter Heide gefunden worden und dank des vorgeschriebenen Adressaufklebers auf dem Modell konnte der Besitzer ermittelt werden.

 Doch beim Freiflugwettbewerb geht es nicht um Entfernungen, sondern um Flugzeit. Die Flugzeit von zwei Minuten soll in fünf Durchgängen jedes Mal erreicht werden. Da am 27. Oktober nicht nur der Wind recht frisch war, sondern auch die meiste Zeit die Sonne schien, kam Thermik auf und die 120 Sekunden Flugzeit wurden oft überschritten.

 Der Freiflugwettbewerb war ein Teilwettbewerb des NRW-Pokals und es wurde der Uli Müller-Pokal, gesponsert vom Land NRW und dem DAeC, ausgeflogen. Trotz des recht frischen Windes ist kein Modell verloren gegangen.